Strandvillen Binz
Strandvillen Binz

Historie des Ostseebad Binz

Das heutige Seebad Binz auf Rügen wurde erstmals 1318 urkundlich als Fischerdorf Byntze erwähnt. Lange blieb es ein unbedeutendes Fischerdorf, bis um 1860 die ersten Sommerfrischler im Dorfkrug Quartier nahmen. Noch ging die Entwicklung von Binz als Badeort langsam voran. So wurden um 1870 in Binz gerade 80 Badegäste im Jahr gezählt. Doch schon 1876 erfolgte der erste Hotelbau in Binz, 1880 entstand mit dem Strandhotel das erste Hotel am Meer. 1884 wurde Binz dann offiziell zum Badeort erklärt.

Da überwiegend Berliner Banker und Industrielle zu den frühen Gästen zählten, galt die Binzer Strandpromenade bald als verlängerter Ku´damm auf Rügen. Die Hauptstädter gehörten 1888 auch zu den Begründern der „Aktiengesellschaft Ostseebad Binz“, die allerdings 1891 wieder in Konkurs ging. 1893 wurde in Binz das erste Kurhaus und der Kaiserhof erbaut. 1895 folgte auf Rügen der Bau der Kleinbahnstrecke "Rasender Roland" Putbus-Binz und die Anlage der Strandpromenade Binz.

Doch erst die Aufnahme der Seebäderdampfschifffahrt zwischen der pommerschen Hauptstadt Stettin und Binz/Sassnitz im Jahr 1896 durch die Reederei „Bräunlich“ sorgte für einen Bauboom im aufstrebenden Seebad Binz, der uns die großartige Bäderarchitektur hinterließ.

Die filigranen Ornamente und Rosetten an den Villen, die Ecktürmchen, hölzernen Balkone und Veranden sind zum Synonym für Binz geworden. Viele der prachtvollen Häuser im Stil der Bäderarchitektur sind heute Hotels und Pensionen, die das Flair der Jahrhundertwende (19./20.Jh.) mit einer zeitgemäßen Einrichtung verbinden. Aufgereiht wie auf eine Perlenkette zieren sie die über drei Kilometer lange Strandpromenade Binz, die zum Flanieren und Verweilen einlädt. Den Mittelpunkt der Binzer Promenade bilden das 1908 im Jugendstil erbaute Kurhaus Binz, der Konzertplatz mit Pavillon, Pergolen und Wandelhallen sowie die 370 Meter lange Seebrücke.